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Manoel dos Reis Machado
Mestre Bimba. o Mestre dos Mestres.
Nasceu em 23 de novembro de 1899,"1900" no bairro de Engenho Velho
de Brotas, em Salvador, Bahia, filho de Luis Candido Machado, famoso campeão
baiano de batuque, e de Maria Martinha do Bonfim. Seu apelido resultou de aposta
que sua mãe e a parteira fizeram. Quando D. Maria estava grávida
achava que ia dar a luz a uma menina e a parteira achava que a criança
era um menino. Então fizeram uma aposta. Quando a criança nasceu
ganhou o apelido de Bimba, por ser o nome popular dado ao órgão
sexual masculino na Bahia.
Sua iniciação na Capoeira se deu na Estrada das Boiadas, hoje bairro da Liberdade, em Salvador Bahia. Foi dicípulo de Bentinho, um africano que era capitão da companhia de Navegação Baiana, e cujo estilo era Capoeira Angola. Mestre Bimba ensinou Capoeira Angola por mais de dez anos. Em 1932, Bimba fundou a primeira academia especializada em Capoeira. Num tempo onde ainda era prohibida e repreimida.
Mestre Bimba
Mestre Bimba gilt als Urvater der Capoeira Regional. Er wurde am 23. November
1899 in Bahia geboren und auf dem Namen Manoel dos Reis Machado getauft. Capoeira
wurde während Jahrhunderten, trotz Verbot, weiterhin ausbeübt. Erst
1929 schaffte Mestre Bimba, dass Capoeira von den Behörden offiziel anerkannt
wurde. Mit seinem ersten Auftritt verschaffte er sich das Recht Capoeira in
geschlossenen Räume auszuüben und gleichzeitig seine Academia als
erste offizielle Schule einzutragen. Als er die Gelegenheit erhielt seine Fähigkeiten
vor dem Republikpräsidenten vorzuführen, erklärte dieser Capoeira
zur Nationalsportart. Die Arbeit von Mestre Bimba war von grundsätzlicher
Wichtigkeit für die Entwicklung der afrikanischen Kultur in Brasilien.
Mestre Bimba zog 1973 nach Guayana um , wo er ein Jahr später an einem
Hirnschlag starb. Er hinterliess seine Arbeit als Erbe in der Hand seiner Schüler,
die Capoeira in alle vier Himmelsrichtungen getragen haben.
Vor ca. 300 Jahren, zu Zeiten der portugiesischen Kolonisation, wurden über
Lissabon afrikanische Bantu-Stämme aus Angola nach Brasilien verschleppt,
die die Urform der Capoeira mitbrachten. Was aber ursprünglich ein ritueller
Tanz war, entwickelten die Sklaven in kurzer Zeit zur einer durchaus effektiven
Selbstverteidigungstechnik. Doch natürlich durfte diese Technik nicht frei
erlernt werden, so tarnten die Sklaven diesen Kampf in einen Tanz (deswegen
wird Capoeira heute auch gerne als afro-brasilianischer Kampftanz bezeichnet).
Diese ganzen Geschehnisse spielten sich hauptsächlich im brasilianischen
Bundesstaat Bahia ab, wo die Sklaven auf riesigen Zuckerrohrfeldern ein armseliges
Leben führten. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Kolonialherrscher
immer mehr und mehr auf diesen rebellischen Kampftanz aufmerksam und das Ausüben
von Capoeira wurde unter schwerer Strafe gestellt. Bis 1937 war Capoeira offiziell
in Brasilien verboten, da die dort herrschende Oberschicht immer noch Angst
vor den Kampfkünsten der schwarzen Sklaven hatte.
Nur herausragenden engagierten Capoeiristas wie Mestre Bimba ist es zu verdanken, daß die Capoeira wieder Einzug in die brasilianische Kultur gefunden hat.
Heutzutage wird durch zahlreiche Capoeira-Projekte in Brasilien vielen Strassenkindern eine bessere Zukunftsperspektive gegeben, da Capoeira ihnen auch Selbstvertrauen und Verantwortungsgefühl vermittelt.
Capoeira ist unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft. Es ist die Freude sich zu bewegen, die Freude seinen Körper kennenzulernen und zu beherrschen. Die Bewegungen, die oft auch aus dem Tierreich übernommen wurden, können von Frauen, Männern und Kindern im nahezu beliebigen Alters mit unterschiedlicher Kondition, Beweglichkeit und Schnelligkeit nachvollzogen und erlernt werden. Wichtig ist ein offener Geist. Bewegung, Gesang und Musik verbinden sich und somit verschmelzen auch Körper, Geist und Seele zu einer harmonischen Einheit.
Capoeira wird immer von Musik begleitet. Das wichtigste Instrument ist die Berimbau, ein Musikbogen mit einer Seite. Fast immer wird die Berimbau noch von einer Atabaque (Trommel) und einem Pandeiro (Tambourin) begleitet. Der Gesang von Capoeira-Liedern ist ebenfalls ein elementarer Bestandteil eines Capoeiristas.
Capoeira ist eine brasilianische Kampfkunst. Ursprünglich praktizierten es die schwarzafrikanischen Sklaven, um unauffällig und im Versteckten für den Ernstfall zu trainieren. Tanz und Kampf können in afrikanischen Kulturen nur schwer voneinander getrennt werden, weshalb Capoeira nicht nur kämpferische Elemente enthält, sondern auch sehr viel Akrobatik und Spielerei.
Die Legende besagt, dass die Ausübung von den Sklaven deshalb als volkstümliche Tänze getarnt wurde, weil Kampftraining von den Sklavenhaltern verboten war. Damit wird die akrobatische Komponente erklärt. Allerdings spricht hier dagegen, dass den Sklaven auch kulturelle Ausdrucksformen verboten waren. Im brasilianischen Portugiesisch steht der Begriff "Capoeira" auch für Sekundärwaldflächen, die nach Brandrodungsnutzung zeitweise der Brache überlassen werden.
Traditionell läuft das Spiel in der so genannten Roda (portugiesisch für Kreis, sprich: hoda mit offenem "o") ab: Alle Teilnehmer stehen in einem Kreis, wobei sich an einer Stelle dieses Kreises die Musiker versammeln. Zentral sind dabei die Berimbau-Spieler, da der Berimbau den Rhythmus der Musik bestimmt.
Capoeira als Kampf-Tanz-Spiel basiert auf einem System ungeschriebener Regeln, dass nur aufgrund der afrikanischen Tradition mündlicher Überlieferung von Generation zu Generation weitergereicht worden ist.
Inzwischen ist Capoeira weltweit verbreitet. Es gibt verschiedene Schulen, die sich stark in Trainingsmethoden, Schwerpunkt und Stil unterscheiden. Dabei unterscheidet man zwischen Angola- oder Regional-Schulen - Capoeira Regional wird nach den Methoden von Mestre Bimba vermittelt, Capoeira Angola beruft sich vor Allem auf Mestre Pastinha und stellt traditionellere Bewegungen in den Vordergrund. Während in Regional durchaus auch Angola vermittelt wird, ist dies umgekehrt meistens nicht der Fall. Daneben setzt sich auch eine Art dritter Weg durch, diese Richtung wird als Capoeira Contemporânea bezeichnet; wobei man sagen muss, dass das eher ein Sammelbegriff für viele verschiedene Stile und Richtungen der zeitgenössischen Capoeira ist (wie zum Beispiel Miudinho von der Gruppe Cordao de Ouro). Eine weitere Entwicklung ist das Austragen von Wettkämpfen, wie in anderen Kampfkünsten. Im Gegensatz zu denen zählt dabei aber nicht das Werten von Treffern oder Knockouts, sondern das Umsetzen des oben angesprochenen Dialogs. Dies macht jedoch eine objektive Beurteilung schwierig.